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Pfirsichchips

Autorenbild: tinkerixx
tinkerixx
vor 3 Tagen
3 Min. Lesezeit

– wenn der Obstbaum großzügiger ist als der Appetit 🍑

Oder: Wie aus einer ordentlichen Pfirsichernte ein knuspriger Vorrat für den Winter wird.

Es gibt Jahre, da freut man sich über jeden einzelnen Pfirsich am Baum. Und dann gibt es Jahre, da meint es der Pfirsichbaum besonders gut. SEHR gut sogar! 😁

Anfangs wird noch jeder reife Pfirsich begeistert begrüßt, frisch vom Baum genascht und vielleicht der eine oder andere verschenkt. Aber irgendwann stellt sich unweigerlich die Frage: Wohin mit all den Pfirsichen?

Marmelade? Schon gemacht. Kuchen? Auch gut. Einfach aufessen? Irgendwann ist selbst bei der größten Pfirsichliebe Schluss.

Also musste eine andere Lösung her: Pfirsichchips!

Knusprig, fruchtig, ohne zugesetzten Zucker und wunderbar geeignet, um ein kleines Stück Sommer für die kälteren Monate aufzuheben.



Vom Baum direkt ins Dörrgerät

Das Schöne am Dörren ist, dass man dafür nicht viel braucht. Keine komplizierten Zutaten, keine ausgefallenen Küchengeräte und auch kein besonderes Talent fürs Einkochen.

Eigentlich reichen Pfirsiche, ein scharfes Messer und ein bisschen Geduld.

Und Letzteres braucht man tatsächlich. Denn während ein Kuchen nach einer Stunde fertig ist, lassen sich Pfirsichchips beim Trocknen deutlich mehr Zeit.

Aber dafür erledigt das Dörrgerät den Großteil der Arbeit ganz allein.

Was du brauchst

  • 1 kg frische Pfirsiche

  • Ein Dörrgerät oder einen Backofen

  • Ein scharfes Messer

  • Gut verschließbare Vorratsgläser

Mehr nicht! Kein Zucker, keine Konservierungsstoffe und kein unnötiger Schnickschnack.

So werden aus Pfirsichen knusprige Chips

1. Pfirsiche vorbereiten

Die Pfirsiche waschen, entsteinen und in möglichst gleichmäßig dünne Scheiben schneiden.

Je dünner die Scheiben, desto schneller trocknen sie und desto knuspriger können sie werden.

Die Schale darf ruhig dranbleiben. Schließlich wollen wir ja nicht mehr Arbeit produzieren als unbedingt nötig. 😉

2. Ab ins Dörrgerät

Die Pfirsichscheiben nebeneinander auf den Dörrgittern verteilen. Sie sollten möglichst nicht übereinanderliegen, damit die Luft gut zirkulieren kann.

Bei etwa 50–60 °C dürfen sie nun ungefähr 6–10 Stunden trocknen.

Wer kein Dörrgerät besitzt, kann auch den Backofen verwenden. Wichtig ist dabei, dass die Feuchtigkeit entweichen kann – am besten mit Umluft und entsprechend der Anleitung des Geräts.

3. Geduld haben und kontrollieren

Die genaue Trockenzeit hängt von der Dicke der Scheiben, dem Wassergehalt der Früchte und natürlich vom Gerät ab.

Bei meinem Durchgang waren die Pfirsiche nach rund sieben Stunden bei 70 °C fertig.

Ob sie wirklich knusprig sind, zeigt sich am besten nach dem Abkühlen. Wenn die Scheiben noch weich oder feucht sind, dürfen sie noch eine Runde weiterdörren.

4. Richtig aufbewahren

Die fertigen Pfirsichchips vollständig auskühlen lassen und in saubere, trockene, gut verschließbare Gläser füllen.

Anschließend dunkel und kühl lagern. In den ersten Tagen kontrollieren, ob sich Feuchtigkeit im Glas bildet. Falls ja, müssen die Chips nachgetrocknet werden. Bei Schimmelbildung gehören sie entsorgt.

Und wie schmecken sie?

Nach Pfirsich. Nur irgendwie intensiver! 🍑

Beim Trocknen verschwindet ein großer Teil des Wassers. Was bleibt, ist der konzentrierte Fruchtgeschmack.

Je nach Dicke und Trocknungsgrad werden die Scheiben knusprig oder eher angenehm zäh.

Sie schmecken pur als kleine Nascherei, im Müsli, als Ergänzung zu Nüssen oder einfach zwischendurch.

Und ganz nebenbei braucht man dafür weder zugesetzten Zucker noch künstliche Aromen.

Warum ich solche Lösungen liebe

Weil sie einfach sind.

Weil man verwenden kann, was ohnehin vorhanden ist.

Und weil es mir grundsätzlich widerstrebt, gutes Obst verderben zu lassen, nur weil der Baum beschlossen hat, seine gesamte Jahresproduktion innerhalb weniger Wochen abzuliefern. 😅

Natürlich kostet das Dörren Zeit und Energie. Aber dafür kann man einen Teil der Ernte haltbar machen und später genießen.

Besonders schön finde ich es, wenn die fertigen Chips in alten, wiederverwendeten Vorratsgläsern landen. Meine braunen Apothekergläser passen da perfekt dazu.

Mit einem selbst gestalteten Etikett wird daraus fast schon ein kleines Geschenk aus der eigenen Küche.

Ein Glas voller Sommer – ganz ohne künstliches Gedöns.

Mein Fazit

Nicht alles muss kompliziert sein, um gut zu funktionieren.

Ein paar Pfirsiche, ein Dörrgerät, etwas Geduld und schon ist ein Teil der Ernte gerettet.

Und wenn im Winter der Gusto auf etwas Fruchtiges kommt, wartet im Vorratsschrank hoffentlich noch ein Glas Pfirsichchips.

Vorausgesetzt natürlich, sie wurden nicht schon vorher alle aufgefuttert. 😁

Viel Spaß beim Nachmachen!

Eure Guxxi von Tinkerixx 🍑

P. S.: Das passende Etikett für deine selbst gemachten Pfirsichchips gibt's als kostenlosen Download hier. Damit schaut der Vorrat nicht nur gut aus, sondern eignet sich auch wunderbar als kleines Mitbringsel aus der eigenen Küche.




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